Emotionale Blockaden und Selbstzweifel lösen, die eigenen Stärken erkennen - Leistungen in Schule, Beruf und Freizeit steigern

Wir Menschen begehen den großen Fehler, zu glauben wir würden uns bewusst steuern, bloß weil wir bei Bewusstsein sind. Ganz im Gegenteil: Unter Stress wiederholen wir lediglich automatische Reaktionsweisen, die wir einst auf der Grundlage negativer Emotionen erlernten. Wenn diese Reaktionen zudem mit Stress verbunden sind, nehmen unsere Begrenzungen drastisch zu, während unsere Wahrnehmung von Alternativen drastisch abnimmt.

Denn unsere Wahrnehmungen in einer Situation durchlaufen zuerst das limbische System, das die Rolle des emotionalen Wächters in unserem Gehirn übernimmt. Hier wird entschieden ob die Information neutral, mit negativen oder mit positiven Gefühlen verarbeitet wird. Wie eine Wahrnehmung einzuordnen ist geschieht im Abgleich der aktuellen Situation mit vergangenen Erlebnissen. Das Gehirn fusioniert das Gefühl mit der Situation, es findet eine Verschmelzung statt. Wenn nun in der Gegenwart ähnliche Situationen entstehen reagieren wir mit dem entsprechenden Gefühl aus der ursprünglichen Situation. Bei entsprechend negativen Emotionen reagieren wir mit Vermeidung, blockieren uns und sind nicht mehr frei, eine neue Wahl entsprechend der Situation, zu treffen. 

Jeder von uns, ob Kind oder Erwachsener, trägt in sich ein Bild von sich selbst, ein Symbol für das, was wir sind, was von uns erwartet wird und was wir selbst von uns erwarten. Dieses Bild formen wir gemäß dem Gefühl, das wir von uns haben, in Verbindung mit dem Eindruck, den uns unsere Eltern, Kameraden oder andere Autoritätspersonen von uns vermitteln. Auch die Gene spielen dabei eine rolle, denn sie legen unsere grundsätzliche Verhaltensmatrix fest.

Unsere "Probleme" in der Gegenwart rühren von diesem Selbstbild und von unserem Glaubenssystem, das sich in Vergangenheit formte. Beide werden durch ähnliche Situationen in der Gegenwart ständig wachgerufen. Unsere neuerlichen Erfahrungen verstärken dann wiederum unser Selbstbild, zum Guten wie zum Schlechten.